PSE: PORTUNUS

Projekt Systementwicklung

Im Projekt Systementwicklung bearbeiten Studierende im Team unter praxisnahen Bedingungen eine gegebene Themenstellung aus der Informatik. Inhaltlich arbeitet die Projektgruppe selbständig an aktuellen praxisrelevanten Fragestellungen. Der Dozent nimmt hierbei die Rolle des Auftraggebers / Kunden ein. Gleichzeitig unterstützt er das Team aber, um insbesondere in der Anfangsphase die Weichen richtig zu stellen und das Projekt ins Rollen zu bringen.

In einer Einführungsveranstaltung wird zunächst die Aufgabenstellung dargelegt und die Rahmenbedingungen erläutert. Während des Projekts finden wöchentliche Projektsitzungen statt, in denen die Ergebnisse der vergangenen Woche vorgestellt und die Ziele der kommende(n) Woche(n) festgelegt werden.

Themenstellung

Die Entwicklung quantum-resistenter kryptographischer Verfahren (PQC) schreitet voran. Für deren effiziente praktische Nutzung muss aber noch der Dreiklang zwischen 1) Kryptographen, die PQC-Algorithmen entwickeln, 2) Plattformexperten, die diese Algorithmen auf die Hardware bringen und 3) Softwareentwicklern, die diese einsetzen wollen, harmonisiert werden. Diesem Thema widmen sich im Projekt PORTUNUS die Partner des Fraunhofer SIT, der TU Darmstadt und der Hochschule Darmstadt. Während unsere Partner sich mit der Beschreibung und Umsetzung der PQC-Algorithmen auf Hardware beschäftigen, liegt unser Fokus an der Hochschule Darmstadt auf dem benutzerfreundlichen und kryptoagilen Zugriff auf die PQC-Implementierungen unter Berücksichtigung der zur Laufzeit gegebenen Rahmenbedingungen.

Das konkrete Ziel unseres Projektes ist die Erschaffung eines Frameworks, welches dem Programmierer über eine Zwischenschicht Zugriff auf die darunterliegenden Algorithmen bereitstellt. Das Framework versteckt dabei die Hardwaredetails und erlaubt es auch unerfahrenen Programmierern Post-Quanten Kryptographie einfach und sicher zu nutzen. Der Programmierer spezifiziert dabei nur was er tun möchte, z.B. Daten verschlüsseln. Die Auswahl des konkreten Algorithmus und der Sicherheitsparameter und erfolgt automatisch in der Zwischenschicht.

Vorkenntnisse

  • Gute Programmierkenntnisse in C/C++ sind notwendig.
  • Erfahrungen im Umgang mit einschlägigen Tools (insbesondere GIT und Scrum) sind hilfreich.
  • Inhalte weiterführender Veranstaltungen der IT-Sicherheit (z.B. Kryptographie, Netzwerksicherheit) sind hilfreich.
  • Es sind KEINE Vorkenntnisse im Bereich Post-Quanten-Kryptographie notwendig.

Rahmenbedingungen

Als Vorgehensmodell für agile Systementwicklung soll Scrum zum Einsatz kommen. Es werden die üblichen Entwicklungstools eingesetzt, vorzugsweise solche, die bereits am Fachbereich vorhanden sind z.B. GIT Repository, Scrum-Board, etc. Wir knüpfen an die Vorarbeiten vorheriger Semester an, es ist geplant das Projekt in zukünftigen Veranstaltungen weiterzuführen. Das Projekt steht unter der MIT Lizenz.

Für weitere Fragen zum Projekt kontaktieren Sie uns gerne per Email.

Prof. Dr. A. Wiesmaier
Hochschule Darmstadt

Kontakt

Prof. Dr. Alexander Wiesmaier

Kommunikation
Schöfferstraße 10
64295 Darmstadt
Büro: D19, 209

+49.6151.16-30185
alexander.wiesmaier@h-da.de